Wählergruppe im Flecken Langwedel hofft auf Unterstützung

Die Mitglieder der WGL haben sich anlässlich eines Tagestreffens erstmals mit der Kommunalwahl im kommenden Jahr befasst. Vor allem ging es dabei um die Frage, ob und mit welchen Schwerpunkten die WGL nach 40 Jahren intensiver aktiver Gemeinderatsarbeit erneut antreten wird. In diesen 40 Jahren hat die WGL hinlänglich bewiesen, dass sie in der Lage ist, die Arbeit des Rates wesentlich und konstruktiv mitzubestimmen. Nach dieser langen aktiven Zeit wollen allerdings die Gründungsmitglieder etwas kürzer treten, so dass die WGL hofft und dafür werben will, weitere Bürgerinnen und Bürger aus dem Flecken für eine Mitarbeit in der parteipolitisch unabhängigen Wählergruppe zu gewinnen.

Schnell waren sich die Teilnehmer des Treffens darüber einig, dass die Entscheidung für eine erneute Kandidatur vor allem davon abhängig sein würde, welche kommunalpolitischen Themen in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen würden und inwieweit die WGL dabei entscheidende Akzente würde setzen können. Ohne dass damit andere wichtige Bereiche wie zum Beispiel die Schulentwicklung oder die Kinderbetreuung, die Bauleitplanung oder die Haushalts- und Finanzpolitik in den Hintergrund treten sollen, würden die Mitglieder der WGL und deren Vertreter im neuen Rat dafür sorgen, dass u.a. folgende Schwerpunktthemen im Gemeinderat behandelt werden:

Da ist zunächst der fortschreitende Klimawandel und die dadurch auftretenden negativen Auswirkungen für die gesamte Umwelt. Hier sind gerade auch die Städte und Gemeinden zunehmend in der Pflicht, alles zu tun, was geeignet ist, dem drohenden Klimakollaps entgegenzusteuern. Für den Flecken Langwedel bedeutet das, unverzüglich geeignete gemeindliche Gebäude für die Gewinnung erneuerbarer Energien einzusetzen und die Nutzung fossiler Energien in allen öffentlichen Bereichen soweit wie möglich zu reduzieren.

Das Weihnachtshochwasser 2023 hat uns allen noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass die Folgen des Klimawandels auch bei uns angekommen sind. Es steht zu befürchten, dass zukünftig Katastrophenlagen zunehmen werden und das nicht nur  durch außergewöhnliche Wetterereignisse, sondern möglicherweise auch durch Eingriffe in die digitale Infrastruktur oder unmittelbar durch Unfälle bei zunehmenden Gefahrguttransporten auf der Straße, der Schiene oder der Weser/dem Kanal. Hierauf muss sich die Gemeinde zum Beispiel durch die Aufstellung entsprechender Konzepte und Pläne, eine vorsorgliche Sicherstellung von Notunterkünften und Schutzräumen und vor allem durch eine ausreichende Ausstattung der Feuerwehren vorbereiten.

Ein ganz anderes Problem, mit dem sich viele Einwohner immer häufiger konfrontiert sehen, ist die erhöhte Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern durch den zunehmenden Autoverkehr innerhalb der Ortschaften. Das gilt für die Hauptstraßen genauso wie für einige Schulwege – vor allem in Etelsen und Langwedel. Der seit Jahren von den Verkehrsbehörden fast ausschließlich im Blick stehende Vorrang des Autoverkehrs führt vor allem für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen sowie für Kinder im Grundschulalter immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Vertreter der Gemeinde sind hier gefordert, dringend notwendige Maßnahmen wie zum Beispiel weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen innerorts und die Schaffung sicherer Fahrbahnquerungen gegenüber den Verkehrsbehörden unnachgiebig einzufordern oder, soweit möglich, selbst einzurichten.

Soweit die von der WGL derzeit beschlossenen inhaltlichen Themenschwerpunkte für die kommenden Jahre. Darüber hinaus ist es für die WGL wichtig, dafür zu kämpfen, dass in den Gremien des Rates keine rechtsextremen Auffassungen und schon gar keine rechtsextreme Politik in irgendeiner Form wirksam werden können. Derartige Bestrebungen werden auf den massiven Widerstand der WGL-Mitglieder innerhalb und außerhalb des Rates stoßen.

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